Forschungs- und Laborgebäude für Lebenswissenschaften
Forschungs- und Laborgebäude für Lebenswissenschaften, LageplanForschungs- und Laborgebäude für Lebenswissenschaften, Blick in den Campusgarten Forschungs- und Laborgebäude für Lebenswissenschaften, Zentralschachtkonzept
Cube

Konzept

Humboldtplatz und Campusgarten
Es gilt den einzigartigen Charakter des Campusgartens mit seiner introvertierten Mitte und den pavillonartigen Gebäuden zu erhalten. Der Baukörper formuliert daher einen nördlichen Eingang des Campusgartens mit dem zukünftigen Humboldtplatz. Durch die Kompaktheit des Gebäudes wird ein maximaler Freiraum erhalten, durch den sowohl die fußläufige Durchwegung zum Humboldtplatz ermöglicht als auch der Campusgarten zur Nachbarbebauung begrenzt wird.

Nutzungszuordnung und Gebäuderaster
Der Hauptzugang erfolgt vom neuen „Humboldtplatz“. Die Nutzungen der einzelnen Arbeitsgruppen sind jeweils auf einer Etage untergebracht. Die Labore sind überwiegend nach Norden ausgerichtet. Die Südfassade ist dem Ausblick in den Campusgarten durch ein großzügiges Atrium vorbehalten.

Zentralschachtkonzept und Gebäudetechnik
Die kompakte Gebäudeform trägt zur Umsetzung des Zentralschachtprinzips bei. Die Gebäudetechnik wird hier mit optimaler, sehr kurzer Trassenführung untergebracht. Die Dachfläche des Neubaus erhält eine extensive Begrünung und thermische Solaranlagen, sowie Photovoltaikanlagen für den Grundenergiebedarf der Lüftungsgeräte.
Erweiterte Kommunikationszonen
Die Verkehrsfl ächen werden durch gezielte Aufweitungen und die Kombination mit Teeküchen und Terrassen zu hochwertigen Kommunikationszonen aufgewertet.

Konstruktion und Material
Die Materialität nimmt Bezug auf die örtliche Ziegelarchitektur und ihre Farbigkeit. Die Verarbeitung erfolgt in zeitgemäßer Formensprache und folgt den Anforderungen der Flexibilität durch Bandfenster. Im Innenraumkonzept dominiert ein warmer Holzfarbton für die Flurwände. Alle weiteren Flächen werden zurückhaltender, farblich weiss/grau/antrazith abgesetzt. Die Decken der Labore werden als Sichtbeton ausgeführt.

Freiraumgestaltung:
Im Außenraum wird ein Belichtungsgraben mit Wasserbecken vorgesehen, welches in Kombination mit der Renaturierung der Panke als Regenrückhaltebecken dienen kann. Die intergrierte Wassertreppe dient der Luftbefeuchtung und Kühlung der vorgelagerten Atrium-Terrasse. An dieser Stelle wird Wasser als Element des Lebens inszeniert. Das Becken ist mit Schilf bepflanzt.

Autoren: Stefan Scholz, Harry Schilt, Francois Lallemand, Katja Leshcheva, Olesya Babaryko, pbr Planungsbüro Rohling AG, Felix Holzapfel-Herziger
Forschungs- und Laborgebäude für Lebenswissenschaften, Schnitt